2006: Jens U. Strutz (v/b) Frank Fuhrmann (d) Jürgen Hegner (g) und Frank Köher (k)

Hörprobe: Auszug aus “The Darkest Hour” (2010)

 

CRYSTAL PALACE (“CP”) wurden bereits 1992 gegründet. Seit ihres Bestehens musste
die Berliner Formation diverse Besetzungswechsel hinnehmen, die ihre Spuren hinterließen!

1995 brachten CP in der Besetzung Jürgen Hegner und Ralf Jaschob (Git.), Jens Uwe Strutz (Bass) sowie Sänger Helmut Hirt ihr erstes Album On The Edge Of The World“ heraus.
Für die Liveumsetzung wurden nach langem Suchen Frank Fuhrmann für die Drums und Stefan Weber an den Tasten engagiert. 1998 verließen Helmut Hirt, Stefan Weber und
Frank Fuhrmann auf Grund anderer musikalischer Interessen die Band.
Mit Sven Brehm (drums) und Frank Köhler (keys) wurde schnell Ersatz gefunden und für
den Gesang zur 1999 eingespielten EP „Children of the Sun verpflichtete man Tom Young.

Kurz darauf entschied man sich Bassist Jens Uwe Strutz, der von Anfang an textlich und kompositorisch immer stark an den Gesangsparts beteiligt war, auch als Sänger dauerhaft agieren zu lassen. In dieser Besetzung spielte die Band das Album „Demon In You“
und 2003 „Psychedelic Sleep“ ein. 2004 verließ Gitarrist Jürgen Hegner die Band.
2005 veröffentlicht CRYSTAL PALACE das Best Of-Album „Through The Years“.
Gitarrist und Bandmitbegründer Ralf Jaschob verlässt die Band.

Nach zweijähriger Abwesenheit stieß der frühere Gitarrist Jürgen Hegner wieder zur Band. Als erstes Album nach diesem Neuanfang und inspiriert durch Live-Erfahrungen mit einem Akustikset eigener Songs entstand 2006 das AlbumAcoustic Years - Songs from the Butterflyroom“. Mittlerweile stand die Band jedoch ohne Drummer da.

Wenn man das stete hin und her, kommen und gehen einiger Band-Positionen betrachtet,
ist es fast verwunderlich, dass die Band noch immer existiert, musiziert und sich dazu noch weiterentwickelt hat - oder vielleicht gerade deswegen?

CRYSTAL PALACE spielen Melodic -(Art)- Rock. Ihre grösstenteils eingängigen Songs,
eine Mischung aus Pop der 80er und Neoprog der 90er Jahre, bieten ausgefeilte, teils
melancholisch, teils bomabstische Melodien.

Einen guten Eindruck über das bisherige Schaffen der Berliner Band bietet die 2005
veröffentlichte CD “Through the Years”, die Songs aus der Zeit von 1995 bis 2005 enthält,
welche über die Band für einen (wirklich) geringen Betrag zu beziehen ist.

Line Up 2010: Jens Uwe Strutz (v/b), Frank Köhler (k), Jürgen Hegner (g), Feliks Weber (d)

Band-Infos sowie etliche Hörproben (Videos) gibt es auf:
bei 
MySpace  und  YouTube

Crystal Palace nutzen seit kurzem die Möglichkeit neuer Vertriebskanäle über das Internet. Für wirklich geringes Geld kann man unter nachstehenden Links die musikalische Welt von CP erleben:
justaloud.com

stimmig - kraftvoll - getragen...

05. März 2010:

Endlich ist es soweit: Nach zwei Jahren intensiver Arbeit, Rückkehr des Gitarristen Jürgen Hegner sowie Neuzugang von Drummer Feliks Weber, legen  uns CRYSTAL PALACE nun ihr lang ersehntes Album “Reset” vor.

Die 8 (Long)-Tracks lassen 61 Minuten lang keine Langeweile aufkommen.
Bereits der über 12-minütige, sphärische und psychedelisch angehauchte Opener “The Darkest Hour” bohrt sich unwiderruflich ins Ohr und verlangt schon nach dem ersten Durchgang ein “repeat”. Für mich das absolute Glanzstück des Albums. Doch auch die weiteren Songs haben ihre Reize, so z.B. “Damaged Goods”, ein Song mit Ohrwurm-Charakter  oder das schwebende Pianostück “Cinescope Dreams” mit Musical-Flair.

Fazit: Die relativ eingängigen Songs bieten abwechslungsreiche ausgefeilte Melodien mit epischen wie auch groovenden Parts. Mal sachte, mal treibend und irgendwie scheinen die Kompositionen mit einem roten Faden versehen, der sich von Anfang bis Ende durch “Reset” zu ziehen scheint. So ist kein Song fehl am Platze oder gar störend, sondern vermittelt einem eher das Gefühl, als würde man von einem Song hinüber zum nächsten getragen.

Wenn ich Vergleiche zu den Songs vorheriger Alben ziehen sollte, dann müsste ich sagen,
dass sich auf “Reset” das Beste befindet, was CRYSTAL PALACE bislang abgeliefert haben.
Auch die Produktion ist sauber und zufriedenstellend, wenn gleich das Booklet nur das Notwendigste her gibt (aber das ist ja wohl auch nicht das Wichtigste).

Wenn ich den Ein- oder Anderen von euch neugierig gemacht habe oder
gar begeistern konnte, dann schaut doch mal auf der Band-Website vorbei.
Dort könnt ihr ins komplette Album reinhören sowie es erwerben.

An dieser Stelle noch ein großes Lob an die Band, die sich trotz ihrer häufigen
Besetzungswechsel nicht klein kriegen lässt und uns mit “Reset”ein
wirklich interessantes und abwechslungsreiches Album präsentiert hat:
stimmig - kraftvoll - getragen
DANKE JUNGS :-)

 

Tipp des Monats Okt. 2006 / März 2010